Boxen

Swiss Boxing


Boxen – seit über 100 Jahren eine Faszination in der Schweiz!
Der Schweizerische Boxverband, der im Jahr 2009 in SwissBoxing umbenannt wurde, feierte im Jahr 2013 das 100-jährige Bestehen. Derzeit gehören SwissBoxing, einer der 85 Mitgliederverbände von SwissOlympic, rund 100 Boxclubs an. SwissBoxing ist der einzige Verband im Bereich Boxen in der Schweiz und er ist der Dachverband für die verschiedensten Box-Arten: Olympisches Boxen, Profiboxen, Fitnessboxen und Leicht-Kontakt-Boxen. Das „Hauptgeschäft“ von SwissBoxing sind das Olympische Boxen und das Profiboxen.

Aktuell zählt der Verband rund 600 lizenzierte Boxerinnen und Boxer im Amateurbereich. Hinzu kommen rund 20 Profis.

Im Banne der „Mega-Events“
Boxen gilt hierzulande als Randsportart und ist für viele nur dann ein Thema, wenn ein so genannter „Mega-Event“ mit einer Weltmeisterschaft im Profiboxen stattfindet - wenn Fernsehkameras auf einen Boxring fokussiert sind, der von elegant gekleideten Damen und Herren umrahmt ist. So sind es denn auch die „grossen Kämpfe“, die vielen in Erinnerung sind. So kämpfte im Jahr 1971 der „Grösste“ Muhammad Ali im Zürcher Hallenstadion. Darüber hinaus sind insbesondere die WM-Fights der „Berner Fliege“ und Europameister Fritz Chervet in die Box-Geschichte eingegangen. In jüngster Zeit erlebten wir hierzulande WM-Kämpfe mit Abraham, Valuev und den Klitschkos. Ausserdem konnten Schweizer Profis in den letzten Jahren internationale Titel gewinnen - so Alain Chervet, Arnold Gjergjaj, Roberto Belge, Yves Studer, Nicole Boss und Ornella Domini. Sowohl beim Amateurboxen wie auch beim Profiboxen gelangt das „Ten-Point-Must-System“ zur Anwendung. Dabei bekommt der Sieger einer Runde zehn Punkte, der Verlierer in der Regel neun - bei einem erlittenen Niederschlag in aller Regel acht, bei zwei erlittenen Niederschlägen sieben und bei einer starken (krassen) Unterlegenheit deren sechs.

Fitnessboxen ist im Trend

Grosses Potenzial auf dem Weg in die Zukunft von SwissBoxing hat das Fitnessboxen. Denn es gibt auch hierzulande immer mehr Manager, Hausfrauen und Hobbysportler, die sich Woche für Woche bei einem Boxclub oder einem Fitness-Studio die Handschuhe überziehen und sich mit Boxen fit halten. Und dies mit gutem Grund, ist beim Boxen doch von der Haarwurzel bis zur Fusssohle alles in Bewegung. Gleichzeitig hat das Fitnessboxen das Potenzial, um die Akzeptanz des Boxsports in der Öffentlichkeit weiter zu steigern. Darüber hinaus hat Boxen eine erzieherische Komponente - denn wer sich im Ring dem Zweikampf stellt, geht auch selbstbewusst durchs Leben.

Leicht-Kontakt-Boxen

Mit der Sparte „Leicht-Kontakt-Boxen“ (Light-Contact-Boxing), bei dem das Austeilen eines harten Treffers bestraft wird, wurden bei SwissBoxing vor geraumer Zeit die Voraussetzungen für eine Aufnahme in Jugend + Sport geschaffen. Denn sogenannte „Niederschlag-Sportarten“, bei denen das Austeilen eines harten Treffers als Erfolg gewertet wird, bleiben bei J+S vor der Tür. Aufgrund eines Moratoriums werden vorerst allerdings keine zusätzlichen Sportarten bei J+S aufgenommen.

Boxen ist Faszination

Boxen – bisweilen auch „Fechten mit der Faust“ genannt – ist aber weit mehr als „nur“ ein Sport. Wenn es im Saal dunkel wird und die Faustkämpfer im Scheinwerferlicht einmarschieren, dann steigt die Spannung und im Bauch kribbelts. Dann wird klar: Boxen ist Faszination!